Die Stadt als Galerie - Vernissage 11

25.09.2015

Ausstellung - Doris Libiseller & Klaus Hollauf

Ausstellungsdauer:  26. September bis 13. November 2015
Eröffnung:   Freitag, 25. September 2015, 18.30 Uhr 


Doris Libiseller
 
In Wolfsberg geboren, aufgewachsen in der Gemeinde St. Georgen im Lavanttal. Nach Ausbildung an der Landesfachschule für Keramik und Ofenbau im burgenländischen Stoob ist sie seit 1993 als freischaffende Künstlerin tätig. Doris Libiseller lebt und arbeitet heute in Pottenstein/Niederösterreich.
 „Doris Libiseller kennt als ausgebildete Keramikerin alle Möglichkeiten des Handwerkes. Das Experiment und die kreative Suche nach immer neuen Wirkungen gehören zu ihrem künstlerischen Selbstverständnis. Die archaische Anmutung ihrer Arbeiten gelingt, indem unglasierte Stellen durch Reduktionsbrand die typisch dunkle Färbung erhalten und vor allem Rauch und Feuer nach mehrtägigen Prozessen die Oberfläche der Figuren und Objekte „zeichnen“. Doris Libiseller hat ein zentrales Ziel niemals aus den Augen verloren: Sie möchte die bildhauerische Komponente des Materials Ton aufzeigen, die Keramik ist dabei Mittel zum Zweck.
In ihrer Beschäftigung mit der menschlichen Figur versucht Doris Libiseller ihre Version des Menschenbildes – als Doppelnatur interpretiert – Ausdruck zu verleihen. Ihre Suche nach stets neuer Formensprache bestätigen die geschlossen und klar gestalteten, nicht-figurativen „Urformen“ wie Scheiben, Schilder, Fruchtstäbe und Hörner.“ (Igor Pucker)



Klaus Hollauf
 
In Wolfsberg geboren, Absolvent des Gymnasiums in Tanzenberg, Studium an der Hochschule Mozarteum, Klasse für Malerei bei Prof. Peter Prandstetter, 1984 Förderungspreis der Salzburger Landesregierung, Mitglied des Salzburger, Kärntner und Badener Kunstvereins.
 
„Klaus Hollauf ist frei aller Versuchung, die Erscheinungsformen dieser Welt mit seinen malerischen Mitteln beherrschen zu wollen, vielmehr versucht er in wiederholenden Malvorgängen sich den Dingen dieser Welt anzunähern, vielmehr vermag er – mit zielgerichteter Dynamik und sensibel-wuchtvoll gesetztem Formwillen , das Moment des Unerwarteten und Überraschenden stets zu bewahren.
Dabei ist die menschliche Figur das zentrale Anliegen des in hohem Maße spirituell bestimmten Strebens, die menschliche Existenz mit ihren Höhen und Tiefen anzunehmen und zu durchleben. In konzentrierten Arbeitsschritten schöpft er aus der Stille und entwickelt auf seinen Malgründen eine graphische Komponente, deren verzerrte Körperproportionen und flirrend kurvige Strichführung zum Sprachvokabular seiner psychologischen Studien der menschlichen Grenzerfahrung werden.“ (Igor Pucker)
 
Erstmals zeigen Doris Libiseller und Klaus Hollauf auch einige gemeinsam gestaltete Arbeiten in der Verschränkung von Malerei und figurativen Objekten und erdhaft kontrastierender Farbigkeit.